Covid-19 – Kein erhöhtes Risiko durch Allergien

Viele Pollenallergiker kennen das Problem: Die Freude über den Frühlingsbeginn wird durch Niesattacken sowie juckende und tränende Augen getrübt. Diesen Frühling sind viele Allergiker über ein weiteres Thema verunsichert: Die Frage, ob für Pollenallergiker ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren oder daran zu erkranken.

Frau mit Schnupfen Quelle: Africa Studio/eigenart/Shutterstock.com - Copyright: Scientific DX GmbH, 2019

Auswirkung von COVID-19 auf Pollenallergiker

Experten beruhigen!

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst stellt gemeinsam mit der Europäischen Allergiestiftung (ECAF) klar: „Personen mit einem Heuschnupfen haben keine verminderte immunologische Abwehr, sie sind nicht „immun-geschwächt“ und die Abwehr gegen Bakterien und Viren ist bei ihnen normal“ (Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Vorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst)

Eine neue Publikation aus China zeigt ebenfalls anhand von 140 Patienten mit einer bestätigten COVID-19 Infektion, dass allergische Erkrankungen, Asthma, und COPD keine Risikofaktoren für eine Infektion mit COVID-19 sind.1

Bestehende Behandlung beibehalten

Pollenallergiker können Ihre Heuschnupfen-Behandlung wie gewohnt fortsetzen. Auch eine etwaige laufende Immuntherapie kann weiterhin durchgeführt und sollte nicht abgebrochen werden. Bei Personen, die an einem allergischen Asthma leiden, bedarf es keiner Änderung der ärztlich empfohlenen Therapie.

Symptome bei Pollenallergie und Covid-19

Die Medizinische Universität Wien setzt sich intensiv mit dem Thema „Coronavirus und Allergie“ auseinander. Eine detaillierte Gegenüberstellung zum Unterschied der Symptomatik einer Allergie finden Sie in folgender Tabelle, die wir in Anlehnung an die Ergebnisse der Medizinischen Universität Wien aus folgendem Artikel ↗ , erstellt haben:

Pollenallergie Covid-19 2
Zeitpunkt / Beginn Tritt jedes Jahr etwa zur gleichen Zeit auf: Birkenpollenallergie Ende März; Gräserpollenallergie Anfang/Mitte Mai Plötzlicher Krankheitsbeginn
Verlauf Ändert sich während der Pollensaison immer wieder 80% der Fälle verlaufen mild bis moderat. In schweren Fällen ist eine rasche Verschlechterung möglich.
Symptome an Augen und Nase Beschwerden sind in erster Linie hier spürbar: Die Augen jucken und sind oftmals – durch eine Entzündung der Bindehaut – gerötet. Die Nase juckt oft ebenfalls und läuft permanent oder ist verstopft. Es kann zu Niesanfällen kommen, sobald man einer vermehrten Pollenbelastung ausgesetzt ist Keine Beschwerden an Augen und Nase
Fieber Nein Ja, ist ein Leitsymptom
Atemwege Durch die allergiebedingt verengten und verschleimten Bronchien kann es zu Atemnot (bis Asthma) und pfeifenden Atemgeräuschen („Giemen“) besonders beim Ausatmen kommen Starker trockener Husten & Kurzatmigkeit; In sehr schweren Fällen Lungenentzündung, schweres akutes Atemwegssyndrom oder Lungenversagen
Allgemeinbefinden Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind häufige Folgen von schlechtem Schlaf: Durch ungenügende Nasenbelüftung nach Allergenkontakt besteht Sauerstoffmangel der roten Blutkörperchen Müdigkeit, Abgeschlagenheit im Rahmen der Allgemeinsymptome bei viralem Infekt, mitunter Schmerzen von Muskeln, Gelenken, Hals und Kopf. Manchmal Übelkeit/Erbrechen und Durchfall
Behandlung der Symptome Die Beschwerden verbessern sich bei Einnahme bzw. Verabreichung Symptom-lindernder Medikamente wie Antihistaminika und Kortison Symptomatische Behandlung (z.B. fiebersenkende Medikamente - vorrangig Paracetamol) und Bettruhe. Bei schwereren Fällen 1450 anrufen
Ursächliche Behandlung Allergen-spezifische Immuntherapie: seit vielen Jahren bewährt & nachhaltig wirksam Noch keine ursächliche Therapie verfügbar
Prävention Allergenvermeidung (z. B. Pollenfilter, Vermeidung von Outdoor-Aktivitäten abhängig vom Pollenflug, Aufenthalte am Meer) ➔ Unsere Tipps bei Pollenallergie Infektionsprophylaxe (durch Hygiene-Maßnahmen, Einschränkung sozialer Kontakte und Reisetätigkeit)
Stethoskop

Medizinisch geprüft

Dieser Artikel wurde von Mag. Nora Zulehner, PhD auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.

Quellen:

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