Schadstoffe können Allergie verstärken

Auf der Suche nach „frischer Luft“ lauern neben Pollen noch andere „Luftverschmutzer“ – nicht nur für Allergiker. Welche Schadstoffe uns im Alltag umgeben und wie Sie sich schützen können.

Pollenallergie Umweltgifte Quelle: BLACKDAY/Shutterstock.com - Copyright: Scientific DX GmbH, 2019

Welche Luft wir einatmen, beeinflusst maßgeblich die Gesundheit der Atemwege. Natürlich betrifft das alle Menschen, für Allergiker kann dies allerdings zu einem doppelten Risiko werden. Umwelteinflüsse wie Klimawandel und Luftverschmutzung können die Intensität der Allergieauslöser und die individuellen Beschwerden verstärken. Das hat 2 Gründe:

Längere Pollenflugzeiten

Zum einen kommt es durch die steigenden Temperaturen zu längeren Pollenflugzeiten. Pflanzen werden auf Grund der äußeren Belastung resistenter und entwickeln dadurch vermehrt Allergene. Auch die Pollen selbst werden durch Ozon, Stickoxide und andere Partikel aggressiver. Pollen setzen so mehr Eiweiße frei, die Allergien triggern und verursachen.

Schädliche Umwelteinflüsse

Zum anderen wird auch der Mensch selbst durch die schädlichen Umwelteinflüsse geschwächt. Schadstoffe wie Abgase, Ozon oder Stickoxide reizen Lunge und Schleimhäute. Das Gewebe wird in der Folge anfälliger und kann (allergische) Beschwerden verstärken. Auch Feinstaub ist nach wie vor ein Problem und kann bei starker Belastung zu Entzündungen führen. Wer in der Stadt oder einer anderen verkehrsintensiven Gegend wohnt, hat in der Regel ein erhöhtes Risiko an Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen zu erkranken.

Wenn die Wohnung krank macht

Bei dem Wort Luftverschmutzung denkt man meistens an Abgase aus Industriebunkern oder Auspuffen. Aber auch in den eigenen vier Wänden sind Schadstoffe leider keine Seltenheit. Sogenannte Wohngifte – auch „Sick Building Syndrom“ – reizen die Schleimhäute und können krank machen. Schimmelpilz, Feinstaub oder Giftstoffe (wie das berüchtigte Formaldehyd) – die Liste von Schadstoffen ist auch zu Hause lang. So können zum Beispiel elektronische Geräte wie Laserdrucker, Möbel (Spannplatten) oder Farben die Luft verunreinigen und Asthma begünstigen.

7 Tipps für eine reine Raumluft

  • Achten Sie beim Kauf von Farben oder Klebstoffen auf ein entsprechendes Umweltzeichen.

  • Lüften Sie grundsätzlich regelmäßig (sorgen Sie, wenn möglich, für einen Luftzug mit geöffneten Türen).

  • Besonders nach einer Renovierung sollte verstärkt auf frische Luft geachtet werden. So kann vermieden werden, dass sich beispielsweise giftige Dämpfe von Lacken oder Farben im Raum ansammeln.

  • Drucker und andere Geräte können durch die Belüftung Feinstaubpartikel abgeben und sollten daher nicht in Schlaf- oder Wohnräumen stehen. Wenn es sich doch nicht vermeiden lässt, dann gilt zumindest – Fenster auf.

  • Diverse Lufterfrischer oder Duftlampen in Wohnzimmer oder Toilette sind zwar beliebt, bestehen jedoch aus künstlichen Inhaltsstoffen und reizen die Atemwege. Wer auf spezielle Duftnoten nicht verzichten möchte, ist mit natürlichen Alternativen besser beraten.

  • Raumtextilien wie Vorhänge oder Teppiche sollten vor dem Gebrauch und in regelmäßigen Abständen in der Waschmaschine gereinigt beziehungsweise gelüftet werden.

  • Gleiches gilt für neue Kleidung, da bei der Herstellung meist eine ganze Reihe Chemikalien eingesetzt wird ist es besonders wichtig, sie vor dem ersten Tragen zu waschen.

Stethoskop

Medizinisch geprüft

Dieser Artikel wurde von Mag. Nora Zulehner, PhD auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.

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