Schimmelpilzallergie – Ursachen, Symptome & Tipps

Schimmelpilze umgeben uns nahezu überall, ob im Freien oder in Innenräumen. Für Menschen mit Atemwegsallergien werden die Schimmelpilzsporen häufig zur Belastung. Besonders Menschen mit allergischem Asthma zeigen ein erhöhtes Risiko, auf Schimmelpilze zu reagieren.

Schimmelpilz Quelle: iStock.com/wabeno - Copyright: Scientific DX GmbH, 2018

Was sind Schimmelpilze?

Schimmelpilze sind mikroskopisch kleine Organismen und bestehen aus unzähligen feinen Fäden, die für uns mit freiem Auge nicht erkennbar sind. Der sichtbare Teil von Schimmelpilzen sind die Sporen, sie dienen der Vermehrung und sind auch das Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Schimmelpilzarten. In den meisten Fällen sind die Allergene in den rundlichen Sporen, die durch die Luft verbreitet werden, enthalten.

Wo treten Schimmelpilze auf?

Schimmelpilze kommen sowohl in Innenräumen, als auch im Freien vor. Häufig entstehen sie in feuchten Kellern, im Badezimmer, auf Textilien wie Polstermöbeln und Matratzen oder beispielsweise auf Tapeten hinter Möbeln an den Wänden. Mit höherer Luftfeuchtigkeit steigt auch die Schimmelpilz-Belastung. Im Freien bilden sie sich oftmals auf Komposthaufen, im Garten, in Gewächshäusern oder sind im Getreide zu finden. Die Belastung ist hier im Sommer und Herbst am größten, da eine Temperatur zwischen 20-25 Grad Celsius die Belastung begünstigt.

Symptome einer Schimmelpilzallergie

Die Beschwerden, die von einer Schimmelpilzallergie ausgelöst werden, betreffen meist die Atemwege. Bei Asthmatikern können asthmatische Symptome, z.B. der trockene Husten verstärkt auftreten, oder die Verengung der Bronchien nimmt zu. Dies kann sich dann in verstärkten Atembeschwerden insbesondere bei körperlicher Belastung bemerkbar machen.

Auch die Augen sowie die Haut können mit unangenehmen Symptomen auf einen Schimmelpilzkontakt reagieren. Seltener, aber möglich, sind auch allergische Beschwerden im Magen-Darm-Bereich nach dem Verzehr von pilzbelasteten Lebensmitteln. Diese können entweder schlichtweg verschimmelt oder mit Schimmelkulturen angereichert sein, wie z.B. Gorgonzola. Je nach dem auf welchen Schimmelpilz man allergisch reagiert, können die Belastungen ganzjährig oder saisonal auftreten.

Häufigsten Beschwerden

  • Rinnende, juckende oder verstopfte Nase
  • Niesreiz
  • Husten und Verschleimung
  • (Akute) Atemnot
  • Gerötete, tränende oder brennende Augen
  • Juckende oder entzündete Haut (Ekzeme)

Wie wird eine Schimmelpilzallergie behandelt?

Wie bei den meisten Allergien ist vorrangig die Vermeidung der allergieauslösenden Sporenempfehlenswert. Das Aufkommen von Pilzsporen als Umweltbelastung im Freien ist naturgemäß wenig beeinflussbar und daher problematisch.

In Wohn- und Innenräumen hingegen empfiehlt sich regelmäßiges Lüften, besonders von Räumen, die erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt sind wie beispielsweise Badezimmer. Wenn kein Fenster vorhanden ist, kann ein Durchzug über geöffnete Türen, eine Lüftung oder ein Ventilator Abhilfe verschaffen. Bei Klimaanlagen und Luftbefeuchtern ist Vorsicht geboten, da sie die Ausbreitung von Schimmelpilzen begünstigen können.

Wie wird eine Schimmelpilzallergie festgestellt?

Die Symptome bei einer Schimmelpilzallergie ähneln stark den Beschwerden von Pollen- und Hausstauballergien. Gerade bei Pollen überschneidet sich die Belastung außerdem zeitlich häufig mit Schimmelpilzen. Wenn Sie angeführte oder ähnliche Symptome bemerken, empfiehlt sich daher unbedingt ein Bluttest zur Abklärung. Wie bei den meisten inhalativen Allergien (allergische Reaktionen der Atemwege) ist eine genaue und möglichst frühzeitige Diagnose wichtig und ratsam, um Folgeschäden wie allergisches Asthma zu vermeiden.

Stethoskop

Medizinisch geprüft

Dieser Artikel wurde von Mag. Nora Zulehner, PhD auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.

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