Hühnereiallergie – Symptome & Tipps

Hühnereier gehören besonders bei Kindern zu den häufigsten Allergieauslösern unter den Lebensmitteln. Alles zur Ei-Allergie und wie Sie es in der Küche leicht ersetzen können.

Hühnereier und Dotter Quelle: Vastram/eigenart/Shutterstock.com - Copyright: Scientific DX GmbH, 2019

Die Allergene im Ei

Die Suche nach dem genauen Auslöser ist entscheidennd! Auslöser einer Allergie sind meist die beiden Inhaltsstoffe Ovomukoid oder Ovalbumin, die im Hühnereiweiß enthalten sind. Allergie ist aber nicht gleich Allergie – je nachdem auf welchen Stoff man reagiert, können Eier (verarbeitet) mitunter dennoch auf den Speisenplan.

Ovomukoid:

Wer auf Ovomukoid allergisch reagiert, sollte von Eiern lieber ganz die Finger lassen. Das Protein hat ein hohes Allergenpotenzial und hält kochen und backen stand, weil es hitzestabil und säureresistent (also auch verdauungsstabil) ist. Es kann daher in jeder Form, ob Kuchen oder Omelette, gleichermaßen Beschwerden auslösen.

Ovalbumin:

Etwas anders ist mit dem Protein Ovalbumin, das etwa die Hälfte des Eiklars ausmacht. Dieses zerfällt bei hohen Temperaturen. Reagiert man nur auf diesen Stoff allergisch, können Eier, nachdem sie stark erhitzt wurden (z. B. in Pfanne oder Backofen) oft gegessen werden. In jedem Fall sollte dies aber zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden! Weitere Allergene im Ei: Ovotransferrin, Lysozym, Livetine.

Auch wenn sich die meisten Auslöser im Eiklar befinden, genügt es nicht beim Kochen zu trennen, da in der Regel Reste vom Eiweiß enthalten bleiben!

Symptome und Beschwerden

Allergische Symptome sollten immer ernst genommen werden, gerade bei Inhaltsstoffen mit hohem Allergenpotenzial, wie Ovomukoid in Hühnereiern. In den meisten Fällen schlagen sich die Beschwerden kurze Zeit nach dem Verzehr im Verdauungstrakt nieder. Die stärkste und gefährlichste Folge kann ein anaphylaktischer Schock sein.

Auf folgende Symptome (kurze Zeit nach dem Kontakt mit Eiern) müssen Sie achten:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Schluckstörungen
  • Reaktionen der Haut (jucken, Rötungen, Quaddelbildung)
  • Neurodermitis kann durch eine Hühnereiallergie ausgelöst oder verschlimmert werden

Vor allem die Kleinsten sind betroffen!

Eine Eiallergie entwickelt sich meistens in den ersten beiden Lebensjahren und ist nach der Milchallergie, die verbeiteste Allergie im Kindesalter. Doch die Prognose ist gut: bei etwa 50-80 Prozent der betroffenen Kinder bilden sich die Symptome spontan zurück, wenn die kleinen Patienten das Schulalter erreichen.

Ostern - Ei-Allergie Quelle: Africa Studio/Shutterstock.com - Copyright: Scientific DX GmbH, 2019

Allergien bestimmen

Wenn Sie bei sich selbst oder Ihrem Kind Symptome bemerken, ist es empfehlenswert diese so schnell wie möglich abzuklären.

Bluttests bieten rasch Klarheit, weil sich die Allergieauslöser nicht nur schnell, sondern vor allem sehr genau bestimmen lassen. Mit den Ergebnissen können dann die weiteren Schritte oder eventuelle Therapien mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprochen werden.

Solange noch keine Abklärung erfolgt ist, sollten die Lebensmittel mit Verdacht auf eine Allergie gemieden werden, um Beschwerden zu vermeiden und kein Risiko einzugehen.

Ei ist nicht gleich Ei

Welche Eier kaufen wir eigentlich? Ernährungsexpertin Mariella Schmid erklärt die Bedeutung der Zahlen an Eiern: https://www.mission-nutrition.at/ostereier-und-ihre-kennzeichnung ↗

Es geht auch ohne

Hühnereier auf Teller Quelle: Kaspars Grinvalds/eigenart/Shutterstock.com - Copyright: Scientific DX GmbH, 2019

Achtung: Eier verstecken sich als Bindemittel auch oft in Saucen, Teigwaren oder Aufläufen!

Je nach Gericht lässt sich das Ei wunderbar durch eine der folgenden Alternativen ersetzen:

  • Apfelmus
  • Stärkepulver
  • Bananen
  • Seidentofu
  • Geschrotete Leinsamen
  • (Soja-)Mehl

Unser Tipp zum Schluss: Eiersatz für den Osterkuchen

Beim Backen kann auf Eier nicht ohne weiteres verzichtet werden. Wir haben Ihnen ein paar gesunde Eiersatz-Alternativen zusammengestellt - damit auch Betroffene den Osterkuchen genießen können!

Bindemittel:

  1. ½ zerdrückte Banane, 3 EL Apfelmus, 1 EL Leinsamen, 2 TL Wasser

  2. 1 EL Chiasamen, 3 EL Wasser

  3. 1 EL Johannisbrotkernmehl, 3 EL Wasser

  4. 3 EL Nuss- oder Mandelmus

Teiglockerung:

  1. 1 EL Speisenatron, 1 EL Essig

  2. 3 EL Seidentofu, 1 EL Kichererbsenmehl, 2 EL Wasser

Wir wünschen viel Spaß beim Backen 🐣!

Stethoskop

Medizinisch geprüft

Dieser Artikel wurde von Mag. Nora Zulehner, PhD auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.

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