Ernährungsfalle Kreuzallergie

Eine Kreuzallergie kann man sich als Verwirrung des Immunsystems vorstellen. Reagiert der Körper auf einen Stoff überempfindlich (Allergie), ist es möglich, dass er ebenso auf andere Substanzen mit ähnlichen Eiweißverbindungen in Nahrungsmitteln allergisch reagiert.

Zu den meisten Allergenen gibt es eine Vielzahl an Proteinen, die eine ähnliche Struktur wie das Primärallergen aufweisen. Kreuzallergien stellen für Betroffene somit eine zusätzliche Belastung dar.

Grundsätzlich können Kreuzreaktionen bei jeder Allergie auftreten, besonders häufig sind jedoch Personen mit inhalativen Allergien, wie beispielsweise Pollenallergiker, betroffen. Man spricht in diesem Fall auch von einer pollenassoziierten Lebensmittelallergie oder einem oralen Allergie-Syndrom. Häufig kommt es etwa beim Verzehr von Hülsenfrüchten oder diversen Steinobstsorten zu allergieinduzierten Symptomen.

Ursache und Symptome von Kreuzallergien

Die zur Abwehr von Allergenen gebildeten Antikörper (Immunglobulin E) richten sich bei einer Kreuzallergie gegen ähnlich strukturierte Eiweiße in Nahrungsmitteln. Oftmals kommt es zu ähnlichen Beschwerden, die auch im Kontakt mit dem Ursprungsallergen (z.B.: Birkenpollen, Gräserpollen oder Hausstaubmilben) auftreten, wobei der Schweregrad und die Dauer der Primärallergie nicht ausschlaggebend für die Intensität einer Kreuzreaktion sind. Am häufigsten ist die Kreuzallergie bei Personen mit einem Heuschnupfen durch Birkenpollen. Das Hauptallergen der Birkenpollen (Bet v 1 genannt) hat große Ähnlichkeit mit den wichtigsten Allergenen in Kern- und Steinobst, wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Pfirsichen. Wenn jemand unter einem Heuschnupfen durch Haselnusspollen leidet, so hat er häufig eine Kreuzallergie gegen Haselnüsse.

Die Symptome treten ca. 3-10 Minuten nach dem Essen, von z.B. Äpfeln, im Mundraum auf. Es kommt zu einem Juckreiz an der Lippe oder im Mund, die Schleimhaut im Mund kann anschwellen, die Lippe kann dick werden und es können Bläschen auftreten.

Darmbeschwerden oder Magenprobleme treten im Kontext von Kreuzallergien hingegen eher selten auf und können eventuell einen Hinweis auf eine vorhandene Nahrungsmittelunverträglichkeit liefern, welche von Allergien abzugrenzen ist.

Häufige Kreuzreaktionen

Wie wird eine Kreuzallergie behandelt?

Ähnlich wie bei „klassischen“ Allergien ist es in erster Linie ratsam, den Kontakt mit den allergieauslösenden Speisen zu vermeiden, also beispielsweise auf Äpfel oder bestimmte Nusssorten zu verzichten. Voraussetzung hierfür ist natürlich, den eigenen Allergenstatus zu kennen und zu wissen auf welche Substanzen der Körper überempfindlich reagiert.

Erhöhter Stress sowie der Genuss von Alkohol können allergische Beschwerden zudem verstärken und sollten daher minimiert werden. Gekochte oder allgemein erhitzte Lebensmittel werden meist besser vertragen, da dann die Allergene zerstört wurden. Das ist aber nicht immer so – beispielsweise nicht bei der Sellerie.

Weitere geeignete Therapieoptionen wie beispielsweise Hyposensibilisierungen (Immuntherapien) sollten direkt mit dem behandelnden Facharzt besprochen werden.

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Medizinisch geprüft
Dieser Artikel wurde von Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann (Vorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst) auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.
Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann ist Vorsitzender des medizinischen igevia-Beirats.

Posted by Nicole Dopler on 6/18/2018

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