Neue Post: Mit igevia Allergien schneller erkennen

Frühere und genauere Diagnose bei Niesen, Augenrötungen oder Atemproblemen – ein Experte erklärt, wie der neue Test funktioniert.

Neue Post Quelle: Neue Post 2021, Copyright: Scientific DX 2021

Redaktion: Neue Post: Meine Gesundheit

Wer vermutet, unter einer Allergie zu leiden, sucht meist einen Allergologen auf. Dieser klärt dann im persönlichen Gespräch, wann welche Beschwerden auftreten und führt in der Regeln den sogenannten Prick-Test durch. Dabei wird ein Tropfen eines Allergens mit einer Nadel in die Haut eingeführt. Treten an der Einstichstelle rasch Schwellungen und Rötungen auf, ist das ein Hinweis auf eine Allergie. „Doch bei dieser Methode geht häufig wertvolle Zeit verloren“, erklärt Prof. Karl-Christian Bergmann von der Charité in Berlin. „Das Problem ist, dass herkömmliche Verfahren, wie der Prick-Test, lediglich zehn bis zwölf Allergene auf einmal prüfen. Es gibt aber mehrere hundert verschiedene allergieauslösende Stoffe. Daher dauert die korrekte Diagnose aktuell durchschnittlich mehrere Jahre – bei Milbenallergien sogar etwa sechs bis neun Jahre.“

Der neue Test ist nicht nur schneller, auch genauer

Neue Hoffnung auf Beschleunigung gibt nun ein neuartiger molekularer Bluttest bei dem die Diagnose nur wenige Tage später gestellt werden kann. Prof. Bergmann erklärt: „Bei dem igevia-Allergietest wird über eine Blutprobe festgestellt, um welches von 285 allergierelevanten Antikörpern es sich handelt. Auf diese Weise können auch selten auftretende Allergien, die oft vom Prick-Test nicht abgedeckt werden, identifiziert werden. Damit liegt das Ergebnis nicht nur schneller vor, es ist auch wesentlich genauer. Ebenfalls zeigt der Test, wie stark ausgeprägt eine Allergie ist“, so der Experte. „Am meisten können Menschen von dem Test profitieren, bei denen der Prick-Test zu keinem zuverlässigen Ergebnis führt. Das sind Personen, die an einer Dermatitis leiden, Antihistaminika oder Kortisontabletten einnehmen. Dann ist der Bluttest eine schnelle Alternative, um Klarheit und dementsprechend eine zielgerichtete Behandlung zu bekommen.“

Die optimale Therapie möglichst früh anstoßen

Ein weiterer Vorteil des Bluttests ist eine sehr einfache Durchführung. Er kann über den Hausarzt bezogen und dort oder auch zu Hause durchgeführt werden. Denn für die Blutentnahme is t- ähnlich wie bei der Blutzuckermessung – nur ein kleiner Pieks notwendig (mehr Informationen unter www.igevia.com). „Sobald wir dank des Bluttests nach kurzer Zeit wissen, um welche Allergie es sich handelt, kann die optimale Therapie früh angestoßen und Beschwerden zielgerichtet behandlet werden. Damit wird verhindert, dass Entzündungsprozesse im Körper chronisch werden – etwa, dass aus Heuschnupfen ein Asthma wird“, so Prof. Bergmann. „Einen einzigen Nachteil hat der wichtige Test aber: Die Kosten in Höhe von 179 Euro (Anm. der Redaktion: EUR 179,- für Kunden/innen aus Österreich; EUR 189,- für Kunden/innen aus Deutschland) werden derzeit von der gesetzlichen Krankenkasse nicht erstattet.“ Doch Professor Bergmann setzt sich mit Hochdruck dafür ein, dass der igevia-Allergietest bald zur Kassenleistung wird.

Die richtige Behandlung von Allergien

„Hat der Arzt eine Allergie diagnostiziert, kommen verschiedene Maßnahmen infrage“ erklärt Prof. Karl-Christian Bergmann. „Die wichtigste: Den Kontakt zu dem Allergie-Auslöser zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Ist dies nicht möglich, können die Symptome medikamentös behandelt werden, beispielsweise mit abschwellendem Nasenspray, Antihistaminika oder Kortison. Eine weitere Behandlungsoption ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Ziel der langwierigen Therapie ist es, dass sich das fehlgeleitete Immunsystem an das Allergen gewöhnt.“

Quelle:

  • Neue Post, Ausgabe Nr. 10 (03.03.2021)
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